Fachbeitrag | Beitrag aus „Bauantrag leicht gemacht - Regionalausgabe Ost“ 25.03.2016

Erläuterung – Vorankündigung einer Baustelle

Allgemeine Vordrucke

Seit Juli 1998 ist der Sicherheits- und Unfallschutz auf größeren Baustellen neu geregelt. Die Baustellenverordnung gilt seitdem für alle Baustellen bundesweit.

Baustelle i. S. der Baustellenverordnung ist der Ort, an dem ein Bauvorhaben ausgeführt wird. Ein Bauvorhaben ist das Vorhaben, eine oder mehrere bauliche Anlagen zu errichten, zu ändern oder abzubrechen (§ 1 BaustellV).

Die Zweckbestimmung der Baustellenverordnung liegt in der Koordination unterschiedlicher Gewerke auf einer Baustelle. Maßgebend sind dabei die Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes.

Die Vorankündigung einer Baustelle nach § 2 Abs. 2 BaustellV ist nur für Baustellen erforderlich, bei denen

  • die voraussichtliche Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage beträgt und auf der mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden, oder

  • der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personen-Tage überschreitet.

Zuständige Behörde i. S. der Baustellenverordnung, bei der Baustellen voranzukündigen sind, sind die staatlichen Gewerbeaufsichtsämter.

Die Vorankündigung ist spätestens zwei Wochen vor Einrichtung der Baustelle dem Gewerbeaufsichtsamt zu übermitteln.

Nach Anhang 1 der Baustellenverordnung sind folgende Angaben erforderlich:

  • Ort der Baustelle

  • Name und Anschrift des Bauherrn

  • Art des Bauvorhabens

  • Name und Anschrift des anstelle des Bauherrn verantwortlichen Dritten

  • Name und Anschrift des Koordinators

  • voraussichtlicher Beginn

  • voraussichtliche Dauer

  • voraussichtliche Höchstzahl der Beschäftigten

Autor: WEKA Redaktion

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