Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxisleitfaden HOAI“
06.02.2016

Verkehrsanlagen – Ermittlung der anrechenbaren Kosten

3859 HOAI

Allgemeines

Nach § 4 Abs. 1 S. 2 HOAI sind die anrechenbaren Kosten nach allgemein anerkannten Regeln der Technik oder nach Verwaltungsvorschriften (Kostenvorschriften) auf der Grundlage ortsüblicher Preise zu ermitteln.

DIN 276-1:2008-12

Unter „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ wird zunächst die DIN 276-1 in der Fassung von Dezember 2008, Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau, verstanden. Auch bezüglich der Definition der in der Verordnung benutzten Begriffe ist die DIN 276-1:2008-12 zugrunde zu legen. Zwar ist im August 2009 eine neue DIN 276-4, Kosten im Bauwesen – Teil 4: Ingenieurbau, erlassen worden. An der Ermittlung der anrechenbaren Kosten nach der DIN 276-1 ändert sich im Ergebnis nichts durch die DIN 276-4, da die DIN 276-1:2008-12 die geeignetere Norm zur Kostenplanung ist. Für die nicht in § 45 HOAI aufgeführten Anlagen des Wasserverkehrs und die ausdrücklich ausgenommenen selbstständigen Rad-, Geh- und Wirtschaftswege stellt hingegen die DIN 276-4:2009-08 die Regel der Technik der Kostenplanung dar.

AKS 85

Nach § 4 Abs. 1 S. 3 HOAI können die Kosten auch nach Verwaltungsvorschriften (Kostenvorschriften) ermittelt werden. Da im Tiefbau bei verkehrs- und wasserbaulichen Anlagen eine Kostengliederung nach der DIN 276-1 nicht praktikabel ist, hat der Verordnungsgeber diese Möglichkeit geschaffen. Soll eine Kostenberechnung nach der AKS 85 erfolgen, sollte dies jedoch vertraglich vereinbart werden. Der Bundesminister für Verkehr hat für den Bereich der Bundesfernstraßen …

Autor: Ulrich Kunze 

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