03.03.2017

Vergnügungsstätte

§ 2 Abs. 4, § 51 ThürBO; MVStättV; GastBauR

§ 3 SpielV

Begriff

Der Begriff Vergnügungsstätte bezeichnet im ursprünglichen Wortsinn lediglich eine Stätte oder Stelle, an der in unterschiedlicher Art und Weise die kommerzielle Unterhaltung eines Besuchers im Vordergrund steht.

Daneben findet man den Begriff „Stätte“ auch in vielen anderen Zusammenhängen. Im Laufe der Zeit gewann der Begriff an Bedeutung als Bezeichnung von Orten institutioneller oder rechtlicher Geltung, so im aufstrebenden preußischen Staat Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts in der Steuer– und Katasterverwaltung, z.B. als Kurzbezeichnung für eine „Betriebsstätte“ in erster Linie im landwirtschaftlichen Bereich. Entsprechend seiner historischen Bedeutung findet man den Begriff im Bauwesen heute meist in Verbindung mit einer Funktionsangabe als Bezeichnung für eine bauliche Anlage oder Einrichtung, so als Arbeits-, Verkaufs-, Versammlungs-, Beherbergungs- oder Vergnügungsstätte.

Vergnügungsstätten dienen der kommerziellen Freizeitgestaltung oder sind „Amüsierbetriebe“. Es sind gewerbliche Einrichtungen, die in der Regel durch Veranstaltungen der Unterhaltung oder dem Vergnügen von Besuchern oder Gästen dienen. Das Vergnügen kann im Zuschauen oder Zuhören oder im eigenen Tun, z.B. durch Tanzen oder Spielen an einem Spielapparat, bestehen. Es erfolgt eine Ansprache des Sexual-, Spiel- oder Geselligkeitstriebs.

Der Begriff der Vergnügungsstätte selbst ist zunächst unabhängig von bestimmten baulichen Anlagen. …

Autoren: Simons , Kunze , Ulrich , Schütze

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