Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Bauleitung und Objektüberwachung - jetzt nach VOB 2016!“
12.05.2016

Überprüfung der Ausführungspläne

Zu den Aufgaben des Bauleiters gehört es auch, die Ausführungspläne auf etwaige Fehler zu überprüfen. Das gilt gerade, wenn der Bauleiter nicht zugleich als Planer des Objekts tätig war.

1. Umfang der Prüfung

Der Bauleiter muss die Pläne sichten und darf nicht darauf vertrauen, dass der Planer eine fachgerechte Leistung abgeliefert habe. Dabei muss er die notwendige Sorgfalt walten lassen.

Auf der anderen Seite kann die Prüfpflicht des Bauleiters nicht so weit gehen, dass dieser die Ausführungspläne quasi noch einmal selbst erstellen müsste. Insoweit kann eine Prüfung sämtlicher Details nicht erwartet werden. Regelmäßig genügt eine stichpunktartige Kontrolle.

Besondere Sorgfalt ist allerdings dort geboten, wo es sich um besonders gefahrgeneigte oder schadensanfällige Arbeiten handelt.

Beispiel

Ausführungspläne bezüglich der Abdichtung, einer besonders aufwendigen Dachkonstruktion oder eines neu auf dem Markt befindlichen Wärmedämmverbundsystems.

Der Bauleiter muss die Ausführungsplanung auch auf ihre Vollständigkeit hin prüfen. Das gilt insbesondere für die Frage, ob alle wichtigen Ausführungsdetails festgelegt worden sind. Stellt er hierbei Lücken fest, so muss er dafür sorgen, dass diese geschlossen werden.

Hinweise für die Praxis

Sind Sie am Bauvorhaben nicht selbst als Planer tätig geworden, dann sollten Sie Lücken in der Ausführungsplanung niemals selbst schließen. Bedenken Sie, dass Sie für Planungsleistungen keine Vergütung erhalten, nichtsdestotrotz aber für …

Autor: Fiedler

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