Fachbeitrag | Beitrag aus „HOAI 2013“
06.02.2016

Ermittlung der anrechenbaren Kosten

Autor: Dipl.-Ing. Dieter Enseleit

Gegenüber dem § 48 der HOAI 2009 enthält der neue § 50 HOAI wesentliche Veränderungen.

Der alte § 48 Abs. 3 HOAI mit Ermittlung der anrechenbaren Kosten nach ausgewählten Fachlosen wird gestrichen. Die anrechenbaren Kosten der Fachlose können aus der Kostenberechnung nicht abgeleitet werden. Der Absatz 3 neu ist aus der Kostenberechnung abzuleiten. Die vorgesehenen Prozentsätze 90 % und 15 % als Anteil bei den anrechenbaren Kosten sind das Ergebnis empirischer Untersuchungen. Die Ermittlung der anrechenbaren Kosten als bestimmender Parameter der Honorarermittlung wird vereinfacht und rechtssicherer. In Verbindung mit § 50 Abs. 2 HOAI gilt das auch für Gebäude und zugehörige bauliche Anlagen. § 48 Abs. 3 und 4 HOAI a.F. werden durch § 50 Abs. 3 HOAI neu geregelt.

Entfall der anrechenbaren Kosten nach Fachlosen

Die Herleitung der anrechenbaren Kosten aus den Gewerken (Fachlosen) stellt eine erhebliche Problematik in der Praxis dar, da die Kosten nach Gewerken meist erst mit dem Kostenanschlag, i.d.R. erst nach der Kostenfeststellung, vorliegen. Entgegen diesem Ablauf sollen die Kosten nach der Kostenberechnung der Honorarermittlung zugrunde liegen.

Der Verordnungsgeber hatte bereits 1980 (BRDS 284/80) festgestellt, dass bei der Ermittlung der anrechenbaren Kosten nach Fachlosen die Kostenfeststellung anzusetzen ist. Auch in der amtlichen Begründung (BR-Drucks. 304/90) zu § 62 zur HOAI 1991 wurde auf die Schwierigkeiten der Ermittlung der anrechenbaren Kosten …

Autor: Dieter Enseleit

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