Fachbeitrag | Beitrag aus „Maßtoleranzen und Unregelmäßigkeiten im Baualltag“
15.03.2016

Todsünden bei der Bauplanung und -ausführung

3300_Maßtoleranzen und Unregelmäßigkeiten im Baualltag

Planungsfehler

Die am häufigsten vorkommenden Fehler bei der Planung sind sicher Unterlassungen oder auch die Nichtplanung. Nichtplanung beinhaltet all das, was nicht bedacht wurde. Das kann die Nichtbeachtung von Regelwerken sein, das Nichtdurchführen von Passungsüberlegungen und -berechnungen an wichtigen Schnittstellen, aber auch die Nichtfestlegung von Toleranzen in Bereichen, in denen keine klare Regelung vorliegt, z.B. bei widersprüchlicher Normenlage oder bei Bauwerken und -teilen, die aus dem Regelbereich der DIN 18202 herausfallen (die nicht bündige Seite von Einstein-Mauerwerk, Bauteile mit einer Nennlänge von über 60 m etc.). Aber auch eine nicht ausreichende Leistungsbeschreibung, bei der beispielsweise die Oberflächenqualität von Sichtbeton nicht festgelegt wurde, oder die Festschreibung von erhöhten Anforderungen bei Estricharbeiten, auf die großformatige Fliesen im Dünnbettverfahren verlegt werden sollen, stellt einen Planungsfehler dar.

In den meisten Fällen können die durch Unterlassungen entstandenen Probleme bei der Bauausführung durch zusätzliche Maßnahmen behoben werden. So kann z.B. eine Ausgleichsschicht bei Wänden und Böden beauftragt werden. Es liegt dann im Verhandlungsgeschick des Planers, die dadurch anfallenden Kosten gegenüber dem Bauherrn zu vertreten.

Neben diesen nicht ausreichend in der Planung berücksichtigten Bereichen basieren aber auch viele Fehler auf falschen Planungsansätzen. Falsche Planungsansätze sind vor allem solche, die Naturgesetze,…

Autor: Petra Derler 

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