03.03.2017

Sondergebiet, Erholung (SO)

§ 10 BauNVO

Begriff

Sondergebiete sind Baugebiete, deren Zweckbestimmung in der Unterbringung von Anlagen, Einrichtungen und Nutzungen liegt, die mit der Eigenart der anderen Baugebiete der Baunutzungsverordnung nicht vereinbar sind. Eine eigenständige Gebietskategorie bildet dabei das Freizeitwohnen in meist landschaftlich bevorzugter Gegend. Die Freizeitwohnung schließt eine dauerhafte Nutzung aus und setzt daher im Regelfall eine Hauptwohnung an einem anderen Standort voraus. Trotz der stärkeren Frequentierung am Wochenende, in den Ferien oder in den Sommermonaten kann eine Freizeitwohnung ohne Beschränkungen im ganzen Jahreszeitraum temporär genutzt werden.

Als Sondergebiete, die der Erholung dienen, kommen insbesondere Nutzungsformen aus den Bereichen Wochenendwesen, Fremdenverkehrswesen oder Campingwesen in Betracht.

Sondergebiete, die der Erholung dienen

  • Wochenendhausgebiete

  • Ferienhausgebiete

  • Campingplatzgebiete

Durch diese Sonderbaugebiete nach § 10 BauNVO können Standorte entwickelt werden, an denen man außerhalb des Wohnorts in wohnartiger Weise die Freizeit verbringen kann. Dabei ist die aufgeführte Liste von beispielhaften Arten freizeitorientierter Sondergebiete nicht abschließend.

Beim Nutzungszweck „Freizeit“ ist zu unterscheiden zwischen besonderen Wohngebieten und sonstigen Freizeit- und Erholungsbereichen. Nicht zu den Sondergebieten gehören beispielsweise die Kleingartengebiete, auch wenn sie ebenfalls der Erholung dienen. Da hier die gärtnerische Nutzung …

Autor: Kunze

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