Fachbeitrag | Beitrag aus „Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016“ 21.01.2016

Sommerlicher Wärmeschutz

Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes ist es, eine zu starke Aufheizung von Gebäuden bzw. einzelnen Räumen im Sommer durch geeignete Maßnahmen zu verhindern, d.h. eine uneingeschränkte Nutzbarkeit aller Aufenthaltsräume zu gewährleisten. Eine besondere Bedeutung hat der energiesparende sommerliche Wärmeschutz, bei dem nur durch bauliche Maßnahmen (z.B. Sonnenschutzvorrichtungen), d.h. ohne zusätzlichen Einsatz von Anlagentechnik (Klima- und Kühlanlagen), unzumutbar hohe Innentemperaturen in Gebäuden vermieden werden.

Die Einhaltung der Anforderungen zum sommerlichen Wärmeschutz im Zuge des öffentlich-rechtlichen Nachweises ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig wie u.a.:

  • Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung

  • Art und Wirksamkeit der Sonnenschutzvorrichtungen

  • Anteil und Orientierung der Fensterflächen

  • Neigung der Fenster in Dachflächen

  • Lüftung der Räume, besonders während der späten Nachtstunden

  • Wärmespeicherfähigkeit, insbesondere der innen liegenden Bauteile

  • Wärmeleitfähigkeit der nicht transparenten Außenbauteile

Hinweis für die Praxis

Es erfolgt keine Bewertung von Behaglichkeitskriterien.

Der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes wird in der Energieeinsparverordnung für neu zu errichtende Gebäude gefordert. Des Weiteren gehört dieser Nachweis dazu, wenn beim Anbau, Ausbau oder bei der Erweiterung mehr als 50 m² Nutzfläche hinzukommen. Es ist nachzuweisen, dass der raumbezogene Sonneneintragskennwert einen zulässigen Höchstwert nicht überschreitet, bzw. es …

Autor: Heike Kempf

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