Fachbeitrag | Bauleitung
14.09.2016

Schimmelschäden erfolgreich vermeiden und beseitigen!

Nach einer repräsentativen Studie von Immowelt schimmelt es in 17% aller deutschen Haushalte. Der Schimmelschaden gehört zu den „Klassikern“ unter den Baumängeln, und seine Ursachen sind ebenso vielfältig wie die anzutreffenden Pilzgattungen. Wird der Schimmelpilz beispielsweise im Bad oder an der oberen Schlafzimmerecke festgestellt, dann fragt sich jeder schnell: falsch geplant, mangelhaft ausgeführt oder unzureichend geheizt und gelüftet?

@ ManuelSousa /​​ iStock /​​ thinkstock

Präventiv gegen Schimmelschäden vorgehen

Neu befeuert wird die Problematik durch immer schärfere Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der damit einhergehenden immer luftdichteren Gebäudehülle. Diese Bauweise verzeiht keine nachlässige Ausführung. Insbesondere bei unsachgemäßem oder unzureichendem Lüften steigt die Gefahr von Feuchteanreicherung, was das Schimmelwachstum fördert. Nach wie vor kommen aber auch an Alt- und Neubauten baulich bedingte Einflüsse, die eine zu hohe Feuchte im Innenraum fördern, als Ursachen für die Entstehung von Schimmel hinzu.

Mit den aktuellen Änderungen der Energierichtlinien treten auch neue Schadensquellen auf. Typische Schadensbilder und -ursachen führen die grundlegenden und zeitlosen Zusammenhänge von Schimmel, relativer Luftfeuchte und Temperatur zusammen. Das erfordert gleichermaßen sowohl das Eingehen auf die Rahmenbedingungen der hygrothermischen Bauphysik wie auch das zeitlose Wissen über konstruktive Details, die die Schimmelbildung begünstigen.

Unabhängig von aktuellen Richtlinien ist auch das hygienische Wohlfühlklima für den Menschen. Es wird hier mit einem tieferen Verständnis der Wärme- und Feuchtetransportmechanismen sowie herkömmlicher und neuer Materialien, wie Superisolationsdämmstoffe, für die Planung behandelt. Außerdem gibt das Buch eine Einführung in die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von Berechnungs- und Simulationswerkzeugen und macht Angaben zu freien Quellen hygrothermischer Klimarandbedingungen.

Autor: Dr. Gabriele Gärtner

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