01.12.2016

Rechtliche Planung und Genehmigung

Anwendung der gültigen EnEV

Sofern ein öffentlich-rechtlicher Nachweis für ein Bauvorhaben zu erstellen ist, muss geklärt werden, welche Fassung der EnEV als Grundlage heranzuziehen ist.

Grundsätzlich ist die zum Zeitpunkt der Bauantragstellung geltende EnEV der Berechnung zugrunde zu legen. Das bedeutet: Für ein Objekt, dessen Antrag bis zum 31.12.2015 eingereicht wurde, gelten grundsätzlich die Anforderungen der EnEV 2014. Wurde der Bauantrag nach dem 01.01.2016 eingereicht, und handelt es sich um einen Neubau, gelten die Verschärfungen der Änderungen zum 01.01.2016.

Hinweis für die Praxis

Das gilt auch, wenn ein Bauherr freiwillig Anforderungen der zum Zeitpunkt der Realisierung geltenden EnEV erfüllen möchte. Der öffentlich-rechtliche Ausweis jedoch muss nach der geltenden Fassung erstellt werden. Eine Berechnung nach neuerer EnEV kann als freiwillige Leistung betrachtet werden.

Nur wenn der Antrag vor Ende 2015 gestellt, aber bisher noch keine Genehmigung erteilt wurde, kann der Bauherr entscheiden, ob er die Anforderungen der EnEV 2014 oder 2016 einhalten möchte.

Wurde ein Bauantrag im Geltungsbereich einer noch älteren Fassung gestellt, und ist die Genehmigung erteilt, aber das Gebäude noch nicht errichtet worden, gilt baurechtlich zunächst die Anforderung der älteren Fassung.

Hinweis für die Praxis

Jedoch schuldet der Planer auch eine fehlerfreie Planung nach den anerkannten Regeln der Technik. Gleichzeitig hat ein Bauherr privatrechtlich den Anspruch, dass die zum …

Autor: Wilfriede Renate Schamoni (Dipl.-Ing. Architektin)

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