03.03.2017

Rauch- und Wärmefreihaltung

§ 35 Abs. 8, § 37 Abs. 3, § 39 Abs. 3 SächsBO

Begriff

Anlagen zur Rauch- und Wärmefreihaltung kommen prinzipiell in jedem Gebäude mit Aufenthaltsräumen vor. Die einfachste einer solchen Anlage ist das Fenster. Nötig werden jedoch häufig technische Anlagen, die als oft aufwendig gesteuerte Öffnungen in Dächern, Fassaden oder Wänden ausgeführt werden.

Diese Anlagen dienen in erster Linie der Erreichung des Schutzziels der Sicherung und Rettung von Menschen und Tieren und vereinfachen den Löschangriff der Feuerwehr. Rauchfreiheit ist für notwendige Flure und notwendige Treppenräume das höchste Ziel.

Anlagen zur Rauch- und Wärmeabführung sollen schnellstmöglich rauchfreie Bereiche schaffen, giftige und brennbare Gase ins Freie leiten und so für sichere Rettungs- und Löscharbeiten sorgen. Auch sollen Hitzestaus reduziert werden, die die Tragkonstruktion eines Gebäudes gefährden können.

Unterschieden wird zwischen natürlich wirkenden Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (NRWG) und maschinellen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (MRA). Es sind meist Öffnungen in Dach , Fenstern oder in der Außenwand unterhalb des Daches. Zusätzlich gibt es Differenzialdrucksysteme, also Überdruckanlagen, die bestimmte Bereiche rauchfrei halten sollen.

Zu den Anlagen der Rauch- und Wärmefreihaltung zählen:

  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen; dazu gehören:

    natürlich wirkende Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (NRA), bestehend aus einzelnen Rauch-und Wärmeabzugsgeräten (RWG)

    maschinelle Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (MRA), …

Autoren: Simons , Nusch , Schütze

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