23.03.2016

Planungsänderungen

Die entscheidende Frage im Zusammenhang mit Planungsänderungen ist die, ob dem Planer für diese Planungsänderungen ein zusätzliches Honorar zusteht. Dazu haben die unterschiedlichen Fassungen der HOAI unterschiedliche Antworten geliefert.

Die HOAI 2002 enthielt dazu nichts.

HOAI 2009

Die HOAI 2009 stellte in § 3 Abs. 2 Satz 2 mit der Einführung der Kategorie „andere Leistungen“ einen Lösungsansatz zur Verfügung. Dieser knüpft daran an, dass Planungsleistungen, die durch eine Änderung des Leistungsziels, des Leistungsumfangs, eine Änderung des Leistungsablaufs oder andere Anordnungen des Auftraggebers erforderlich werden, von den Leistungsbildern nicht erfasst und gesondert frei zu vereinbaren und zu vergüten sind. Für den Fall der Änderung des Leistungsumfangs mit Auswirkungen auf die anrechenbaren Kosten lieferte § 7 Abs. 5 HOAI 2009 eine Lösung dahin, dass hinsichtlich der geänderten anrechenbaren Kosten, Werte oder Verrechnungseinheiten eine schriftliche Vereinbarung zu treffen war. Das hing damit zusammen, dass sich nach der HOAI 2009 gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 HOAI die anrechenbaren Kosten für alle Leistungsphasen nach der Kostenberechnung zu richten hatten.

Diese Lösung der HOAI 2009 war demnach gemäß § 3 Abs. 2 Satz 2 2009 radikal: Die Planungsänderungen, die durch eine Änderung der Leistungsziele, des Leistungsumfangs und des Leistungsablaufs bedingt waren, wurden einer freien Honorarvereinbarung zugeordnet. Die Honorarparameter der HOAI waren überhaupt nicht mehr …

Autor: Prof. Motzke

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