Fachbeitrag | Beitrag aus „Die wichtigsten Normen und Tabellen für Bauleiter“
15.03.2016

Maßtoleranzen bei Zimmer- und Holzbauarbeiten

Zu den Zimmer- und Holzbauarbeiten im Sinn der ATV DIN 18334 Zimmer- und Holzbauarbeiten gehören alle Konstruktionen des Holzbaus und Ingenieurholzbaus. Es fallen auch gezimmerte, d.h. aus ungehobelten, besäumten Brettern und Bohlen und aus ungehobelten Latten hergestellte Türen und Tore unter diese ATV. Gestemmte Türen und Tore fallen dagegen unter die ATV DIN 18355 Tischlerarbeiten.

Feuchte als Besonderheit des Baustoffs Holz

Holz quillt oder schwindet in Abhängigkeit von seiner Feuchte. Deshalb werden in den für Toleranzen einschlägigen Normen diese immer in Abhängigkeit von einer Bezugsholzfeuchte angegeben. So gelten die zulässigen Maßabweichungen nach DIN 18203-3 Toleranzen im Hochbau; Bauteile aus Holz und Holzwerkstoffen für die Breite und Höhe von Trägern, Bindern und Stützen aus Vollholz und aus zusammengesetzten Querschnitten für die Bezugsholzfeuchte von 30 %, für die Breite und Höhe von einteiligen Holzleimbauteilen und für die Abmessungen von Tafeln für die Bezugsholzfeuchte von 15 %. Die DIN EN 336 legt dagegen ihren Toleranzen die Bezugsholzfeuchte von 20 % zugrunde. Nach Abschnitt 3.1.6 der ATV DIN 18334 dürfen Bauschnitthölzer grundsätzlich nur mit einer maximalen Holzfeuchte von 20 % eingebaut werden, im Holzhausbau nach ATV-Abschnitt 3.3.1 sogar nur mit maximal 18 % Holzfeuchte.

Aus diesen Gründen sind die Toleranzwerte nicht ohne Weiteres zu vergleichen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich Dicke und Breite eines Holzbauteils bei Holzfeuchten bis …

Autor: Bruno Stubenrauch

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