01.12.2016

Kühlung von Wohngebäuden

Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016

Im Gegensatz zu Nichtwohngebäuden mit ihren hohen inneren Lasten und hohen Sonneneintragskennwerten neigen Wohngebäude in Deutschland deutlich seltener zu Übertemperaturen. Deshalb wird auch nur ein geringer Prozentsatz der Wohngebäude hierzulande gekühlt. Aufgrund häufigerer, längerer Hitzeperioden im Sommer und wachsender Komfortansprüche wird sich dieser Anteil in Zukunft allerdings erhöhen.

Bezüglich der bei der energetischen Bilanzierung anzuwendenden Normen ist zu unterscheiden, ob es sich um rein passive oder aktive Kühlung handelt.

Gemäß DIN 4108-2:2013-02 kann man von passiver Kühlung sprechen, wenn zur Raumkühlung ausschließlich Systeme eingesetzt werden, bei denen Energie nur zur Förderung des Kühlmediums erforderlich ist. Dies kann z.B. eine Konditionierung von Bauteilen mittels Grundwasser (ohne Einsatz einer Wärmepumpe) oder eine Kühlung der Zuluft einer Lüftungsanlage über einen Erdkanal oder Solewärmetauscher sein. In diesem Fall ist die Bilanzierung sowohl nach DIN 4108/DIN V 4701-10 als auch nach DIN V 18599 zulässig.

Bei aktiver Kühlung z.B. mittels einer Kältemaschine ist dagegen ausschließlich nach DIN V 18599 zu bilanzieren.

Zudem werden nur fest installierte Geräte berücksichtigt. Mobile Raumklimageräte fallen nicht in den Geltungsbereich der EnEV.

Die Kühlung erfolgt aus Kostengründen meist über bereits vorhandene Hausinstallation, also Fußbodenheizung bzw. zentrale Lüftungsanlage. Als Kälteerzeuger für Fußbodenheizungen kommen (vor allem in kleineren Wohngebäuden) …

Autor: David Gärtner

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