Fachbeitrag | Beitrag aus „Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016“ 01.12.2016

Kühlung von Nichtwohngebäuden

Der Primärenergiebedarf für die Kühlung von Nichtwohngebäuden ist gemäß Anlage 2 Abs. 2.1.2 EnEV 2014 zu bilanzieren, wenn für das Gebäude oder eine Gebäudezone die Gebäudekühlung auf Raum-Solltemperatur für mehr als zwei Monate pro Jahr und mehr als zwei Stunden pro Tag vorgesehen ist.

Die Kühlung von Nichtwohngebäuden wird auf Berechnungsgrundlage der DIN V 18599 als statisches System behandelt. In der Bilanzierung wird die dem Gebäude zugeführte überschüssige Wärmemenge durch die gewählten kältetechnischen Anlagen und natürliche/mechanische Belüftung abgeführt. Die wegzukühlende Wärmemenge setzte sich zusammen aus:

  • solaren Einträgen

  • inneren Wärmequellen in Form von Personen, Arbeitshilfen (z.B. EDV) und Beleuchtung

  • ungeregelten Wärmeeinträgen durch ungekühlte Zuluft (Fensterlüftung, Lüftungsanlage ohne Kühlfunktion)

Der jeweilige Anteil am gesamten Nutzkältebedarf der einzelnen Posten ist individuell und hängt von der Gebäudekubatur, der Nutzung und der gebäudetechnischen Ausstattung ab.

Solare Einträge

Die solaren Einträge ergeben sich aus dem Fensterflächenanteil bezogen auf die Zonennutzfläche, die Ausrichtung der Fensterflächen, die Verschattung und den Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung. Zur Orientierung sind die nach DIN V 18599-10:2011-12 für die Berechnung der erforderlichen Kühlleistungen angenommenen Strahlungsintensitäten auf eine vertikale Fläche für das Referenzklima Deutschland in Tabelle 1 zusammengefasst. Für ein durchschnittliches Büro mit 20 m2 …

Autor: David Gärtner

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