Fachbeitrag | Beitrag aus „Lüftungskonzepte für Wohn- und Nichtwohngebäude erstellen und dokumentieren“ 11.04.2016

Kosten und Wirtschaftlichkeit von Lüftungsanlagen

Grundlagen, Definition

Die übliche Definition der Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme setzt allein an der energetischen Amortisation an. Die Fragestellung hierzu lautet etwa:

Wenn man die ermittelten Mehrkosten einer energiesparenden Maßnahme mit den Baukostenmehrungen in Relation setzt, rechnet sich die Mehrinvestition in angemessener Zeit?

Grundsätzlich ist diese Vorgehensweise üblich und in der Technik für vielfältige Entscheidungen die Grundlage, die der Planer dem Bauherrn oder Auftraggeber zur Verfügung stellt. Dabei spielt natürlich die Renditeerwartung eine Rolle, die der Auftraggeber hat (er könnte ja sein Geld an ganz anderer Stelle investieren oder stattdessen für eine andere Maßnahme aufwenden). Letzteres sieht die Konstruktion der EnEV ja ausdrücklich vor: Dem Bauherrn ist es freigestellt, auf welchem Wege er Ziele erreicht, er ist nur gehalten, eine festgelegte Messlatte im Neubau oder bei der Sanierung zu erreichen.

Damit erweitert sich die Aufgabenstellung jedoch unbemerkt gewaltig: Da die Wärmerückgewinnung ja hilft, Primärenergie einzusparen, bekommt der Bauherr mit einer lüftungstechnischen Anlage mit WRG einen Bonus. Dieser liegt bei einem mechanischen Luftwechsel von 0,4 1/h in einem Bereich von etwa 17–18 kWh/m2a. Diese Regelung findet sich allerdings sehr versteckt in den anlagentechnischen Referenzbeispielen und Tabellen zur DIN 4701-10, analog DIN 18599 (die bisher nur für Nichtwohngebäude ansetzbar war, künftig aber auch für Wohngebäude als Berechnungsgrundlage …

Autor: Fuchs

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