01.12.2016

Kellerdecken im Bestand

Ausgangslage

Bis in die 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts waren die Keller i.d.R. als unbeheizte Bereiche anzunehmen, sodass die Kellerdecke als Systemgrenze zu sehen ist.

Diese Decken waren zunächst völlig ungedämmt, auch die später standardmäßig anzutreffende Trittschalldämmung muss im Hinblick auf wärmedämmende Eigenschaften als unzureichend betrachtet werden.

Eine Dämmung der Kellerdecke ist daher ein sehr häufig anzutreffender Sanierungsfall.

Je nach Baualter der Gebäude sind unterschiedliche Deckenaufbauten anzutreffen.

1 Holzdielen 2 Sandschüttung oder Lehmfüllung 3 Schalung 4 Deckenbalken 5 Lagerholz 6 Unterbekleidung

Bild 1: Holzbalkendecke; Baualter ca. bis 1918

Die verwendeten Schüttungen bzw. Lehmfüllungen zwischen den Balken erreichen einen U-Wert von ca. 1,02 W/(m 2 K).

1 Holzdielen 2 Sandschüttung 3 Ziegelvermörtelung 4 Ziegelkappendecke 5 Lagerholz 6 Stahlträger

Bild 2: Ziegelkappendecke, bis ca. 1948

Auf Massivdecken dieser Bauzeit finden sich oft Sand- oder Schlackeschüttungen zwischen Lagerhölzern, welche den Schall- und ansatzweise auch den Wärmeschutz verbesserten. Dennoch liegt der U-Wert nur bei ca. 1,06 W/(m 2 K).

1 Bodenbelag 2 Estrich 3 Trittschalldämmung (ggf.) 4 Massivdecke

Bild 3: Stahlbetondecke bis ca. 1960, mit und ohne Trittschalldämmung

Hin und wieder anzutreffen sind Massivdecken mit Verbundestrich. Neben den schlechten Trittschalldämmeigenschaften ist auch der Wärmeschutz absolut unzureichend, dieser Aufbau erzeugt einen U-Wert von ca. 2,25 W/(m 2 K).

Autoren: Wilfriede Renate Schamoni (Dipl.-Ing. Architektin), Drewer , Paschko

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