Fachbeitrag | Beitrag aus „Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016“ 01.12.2016

Kellerboden mit Dämmschüttung

In Bild 1 ist ein unsanierter Kellerboden mit Feldsteinpflaster dargestellt. Der Wärmedurchgangskoeffizient dieses Kellerbodens liegt bei 2,8 W/(m2K). Außerdem wird der sich ergebende Temperaturverlauf durch das Bauteil dargestellt.

1 gewachsener Boden

2 Feldsteinpflaster

Bild 1: Kellerboden, unsaniert – Feldsteinpflaster

In Bild 2 wird der Kellerboden in einer sanierten Form inklusive des sich somit ergebenden Temperaturverlaufs dargestellt.

1 gewachsener Boden

2 Feldsteinpflaster

3 PE-Folie

4 Perlite-Schüttung

5 Trockenestrich

Bild 2: Kellerboden, saniert – Feldsteinpflaster, Dämmschüttung mit Temperaturverlauf

Tab. 1: Schichtenaufbau von innen nach außen für den sanierten Kellerboden

Von innen

s [cm])

? [kg/m3]

?[W/(mK)]

R [m2K/W]

Rsi

0,170

1

Flachpressplatte

1,80

800

0,130

0,138

2

Blähperlitschüttung

10,00

100

0,060

1,667

3

Folie

0,40

4

Feldsteinpflaster

7,00

2.600

2,000

0,035

5

Sand

10,00

1.800

0,700

0,143

Rse

0,000

RT =

2,15

Der Wärmedurchgangskoeffizient beträgt für den sanierten Kellerboden U = 0,46 W/(m2K).

Ausgangszustand

In alten Gebäuden der Baualtersklasse bis 1918 sind neben sog. Naturkellern häufig auch Nebenräume mit gepflastertem Boden als unterer Gebäudeabschluss anzutreffen. Der U-Wert eines derartigen Feldsteinbelags zu Erdreich kann mit etwa 2,9 W/(m2K) angesetzt werden. Bei der früheren Funktion als Lagerraum waren an den Wärmeschutz keinerlei Anforderungen gestellt. Im Fall der Umnutzung zu beheizten Räumen machen sich dann allerdings Wärmeverluste und Behaglichkeitsmängel …

Autor: Heike Kempf

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