Fachbeitrag | Beitrag aus „Lüftungskonzepte für Wohn- und Nichtwohngebäude erstellen und dokumentieren“ 11.04.2016

Intelligent Lüften

Warum gibt es feuchte Keller?

Sicher auch deswegen, weil Keller früher feucht sein „durften“, waren sie doch zur Aufbewahrung von Gemüse, Kartoffeln und Äpfeln vorgesehen. Auch dem Kohlenkeller oder dem Keller mit den Einmachgläsern hat ein bisschen Feuchtigkeit nicht geschadet. Ursprünglich war ein Keller einfach ein Loch im Boden oder eine Höhle – ein Loch im Felsen. Das Erdreich oder der Felsen – anstelle einer Bodenplatte – hat für den gleichmäßigen Ausgleich gesorgt: sommers wie winters herrschte dort dieselbe Temperatur. Damit waren eine stets gleichbleibende Temperatur und eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit garantiert. Heutzutage ist dies nur noch in Wein- und Bierkellern so gewollt und erwünscht.

Nach dem Einbau der Bodenplatten fehlte der natürliche Ausgleich. An den Wänden bildete sich Schimmel.

Abbildung 1: Sanierter Weinkeller im Schwarzwald

Bei den Nutzungsänderungen der Keller zu Wohnraum in den letzten Jahrzehnten sieht das anders aus. Als Hobbykeller oder Hauswirtschaftsraum benutzt, oder gar als Souterrain-Wohnung, ist erhöhte Feuchtigkeit dort fehl am Platz. Eine Unsitte aus der Sicht der Architekten und Bausachverständigen ist zudem der offene Treppenzugang in den Keller, die Verbindung zwischen allen Etagen. Hier gehört, aufgrund der völlig unterschiedlichen wohnklimatischen Voraussetzungen, eine räumliche Abtrennung eingebaut.

Abbildung 2: Nachträglich eingebauter Partykeller in einem ehemaligen Vorratskeller, die Salzbelastung im Fugenbereich der …

Autor: Eva Hornhardt

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