09.11.2016

Innovative Brennstoffzellen für Strom- und Wärmeversorgung – jetzt von KfW gefördert

Allgemein handelt es sich bei einer Brennstoffzelle um ein galvanisches Element, welches – ähnlich einer Batterie – Energie aus einer chemischen Reaktion in elektrische Energie umwandelt.

Im Unterschied zu einer Batterie ist die chemische Energie jedoch nicht in der Zelle gespeichert, sondern muss kontinuierlich in Form eines Brenngases zugeführt werden. Aufgebaut ist eine Brennstoffzelle aus einer Anode (Minuspol), einer Kathode (Pluspol) und einer Elektrolytmembran (siehe Bild 1). Anode und Kathode bestehen aus elektrisch leitfähigem, gasdurchlässigem Material. Der Anode wird das Brenngas zugeführt, der Kathode Luft als Oxidationsmittel. Der Ladungstransport durch die Elektrolytmembran findet allerdings erst ab einer gewissen Temperatur statt, die von der Art der Elektrolytmembran abhängt. Dadurch erzeugt eine Brennstoffzelle neben elektrischer Energie auch mehr oder weniger viel Abwärme.

brennstoff

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellt der KfW aus dem „Anreizprogramm Energieeffizienz“ der Bundesregierung weitere Mittel zur Verfügung. Ziel ist, den Bekanntheitsgrad und die Nutzung innovativer Brennstoffzellentechnologien für die Wärme- und Stromversorgung in Deutschland zu erhöhen.

Der Investitionszuschuss im neuen Programm 433 – Brennstoffzellentechnologie – besteht aus einer Grund- und einer Zusatzförderung.

Bei einer Brennstoffzellenanlage sind nachfolgende Voraussetzungen einzuhalten:

Die Anlage muss in das Wärme- und Stromnetz eingebunden sein.

Ein hydraulischer Abgleich ist durchzuführen.

Der Einbau muss durch ein geschultes Fachunternehmen geschehen.

Zum Zeitpunkt des Einbaus der Anlage müssen der Gesamtwirkungsgrad η ≥ 0,82 und der elektrische Wirkungsgrad ηel ≥ 0,32 betragen.

Es muss ein Vollwartungsvertrag über mindestens zehn Jahre vereinbart werden. Es ist ein elektrischer Wirkungsgrad von ηel ≥ 0,26 über die Laufzeit zu gewährleisten.

 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in dem Praxisratgeber: Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016.

Autor: Wilfriede Renate Schamoni (Dipl.-Ing. Architektin)