08.06.2016

Hochregallager

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Ruth Ohlemann

Schnellüberblick

Hochregalanlagen zeichnen sich u.a. durch hohe Materialkonzentrationen und schwierigere Zugänglichkeit zu Brandstellen aus. Durch die Vorgaben der Muster-Industriebaurichtlinie können die besonderen Risiken von solchen Anlagen nicht ausreichend bewertet werden. Im April 2016 ist der Entwurf der überarbeiteten VDI-Richtlinie 3564 „Brandschutz – Empfehlungen für Hochregalanlagen“ veröffentlicht worden. Die Richtlinie beschreibt Brandschutzmaßnahmen, mit denen dem besonderen Risiko von Hochregalanlagen begegnet werden kann. In dem aktuellen Entwurf wird neben zusätzlichen Erläuterungen zu den Empfehlungen auch die Notwendigkeit des betrieblichen und unternehmerischen Risikomanagements stärker betont.

Einführung

Allgemeines

Gemäß der VDI-Richtlinie 3564 bezeichnet man Lager als Hochregalanlagen, wenn in ihnen Güter ab einer Lagerhöhe von 9 m (Oberkante Lagergut) gelagert werden. Zu der Hochregalanlage zählen auch die benachbarten Bereiche wie Fördereinrichtungen, Warenannahme, Kommissionierung und Warenausgang.

Bild 1: Hochregallager

Gesetzliche Grundlage

Laut § 2 Abs. 4 Nr. 18 MBO sind Regallager mit einer Oberkante der Lagerguthöhe von mehr als 7,5 m zu den Sonderbauten zu zählen. An Sonderbauten können gemäß § 51 MBO besondere Anforderungen zur Verwirklichung der in § 3 Abs. 1 MBO beschriebenen Schutzziele gestellt oder Erleichterungen gewährt werden, die über die üblichen Anforderungen in Baugenehmigungsverfahren …

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