01.12.2016

Heizkörperthermostate

Gemäß Energieeinsparverordnung muss (bis auf Ausnahmen) jeder beheizte Raum in Gebäuden mit einer Einzelraumregelung ausgestattet sein. Die einfachste Form eines Einzelraumreglers ist ein Heizkörperthermostat.

Dieser besteht aus dem Ventil selbst, das mittels eines eindrückbaren Stifts geschlossen werden kann und sich von selbst durch den Wasserdruck wieder öffnet, und dem Thermostatkopf, der auf das Ventil aufgesetzt wird und den Hub des Ventils abhängig von der Temperaturvoreinstellung und der Raumtemperatur regelt.

Bild 1: Heizkörperthermostat

Die Einstellung der gewünschten Raumtemperatur erfolgt über eine fünfstufige Skala, wobei bei Stufe 3 i.d.R. etwa 20 °C erreicht werden, und eine Verstellung um eine Stufe eine Temperaturänderung von ca. 4 °C bewirkt. Auf Stufe * ist die Frostschutzfunktion aktiviert, die immer eine minimale Raumtemperatur von etwa 6 °C hält, um Frostschäden zu vermeiden.

Der Proportionalregelbereich von Thermostaten beträgt bei aktuellen Modellen 1 K, bei älteren meist 2 K. Bei einer Voreinstellung von 20 °C bedeutet dies, dass bei 1 K Regelbereich das Thermostatventil bei ? 19 °C Raumtemperatur komplett geöffnet und bei ? 21 °C komplett geschlossen ist. Bei 20 °C Raumtemperatur ist es zu 50 % geöffnet. Beträgt der Proportionalbereich 2 K, ist das Ventil erst bei 18 °C komplett geöffnet bzw. bei 22 °C komplett geschlossen.

Der Proportionalbereich von 2 K wird in der EnEV deutlich schlechter bewertet, nämlich mit 3,3 kWh/m2a Zuschlag. Bei 1 K Proportionalbereich …

Autor: David Gärtner

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