Fachbeitrag | Beitrag aus „Maßtoleranzen und Unregelmäßigkeiten im Baualltag“
15.03.2016

Grenzen der DIN 18202

3300_Maßtoleranzen und Unregelmäßigkeiten im Baualltag

Grundsätzliches

Die DIN 18202 ist eine Passungsnorm. Als solche regelt sie ausschließlich die Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Gewerken.

Hinweis für die Praxis

Für herstell- und fertigungsbedingte Toleranzen innerhalb des eigenen Gewerks sind die Fachregeln der entsprechenden Gewerke zuständig.

Bestandsgebäude

Die DIN 18202 dient der Beurteilung von Maßtoleranzen bei der Herstellung von Bauten.

Hinweis für die Praxis

Die Beurteilung von Bestandsbauten fällt nicht unter die Regelungen dieser Norm.

Die DIN 18202 kann aber herangezogen werden, z.B. wenn es gilt, Bestandsuntergründe zu beurteilen. Sie kann dann dazu dienen, die standardmäßig zu erbringende Leistung eines Gewerks von besonderen Leistungen abzugrenzen.

Optische Unregelmäßigkeiten

Die DIN 18202 bezieht sich lediglich auf Passbereiche, sichert also die Funktion und nicht das Aussehen.

Hinweis für die Praxis

Eine direkte Anwendung dieser Normen bei der Beurteilung, ob eine Unregelmäßigkeit als optischer Mangel einzuordnen ist, kommt grundsätzlich nicht in Betracht.

Hilfsweise kann die DIN 18202 aber auch in diesen Fällen herangezogen werden, wenn eine Maßüberschreitung die Ursache für eine optische Beeinträchtigung ist.

Inhärente Maßabweichungen

Hinweis für die Praxis

Zeit- und lastenabhängige Verformungen, Inhärenzen genannt, sind in den Grenzwerten nach DIN 18202 nicht enthalten.

Inhärenzen sind von den bauwerksbedingten Umständen, von den physikalischen Eigenschaften der Baustoffe und von den Umwelteinflüssen abhängig. …

Autor: Petra Derler 

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