03.03.2017

Gebäudeklasse

Der Kampf mit der Bauordnung

§ 2 Abs. 3 NBauO

Begriff

Die Gebäudeklassen haben insbesondere brandschutzrechtliche Funktion und dienen vor allem dazu, die materiell-rechtlichen Anforderungen an den baulichen Brandschutz eines Gebäudes festzulegen. Zusätzlich werden je nach Landesbauordnung einige verfahrensrechtliche Aspekte wie die Notwendigkeit und der Prüfumfang von Standsicherheitsnachweisen und Brandschutznachweisen (Bautechnische Nachweise) an die Gebäudeklasse geknüpft, vereinzelt auch Fragen der Einordnung des bauaufsichtlichen Verfahrens an sich.

Die „historische“ verfahrensrechtliche Vermischung von Komplexität eines Vorhabens in technischer Hinsicht, Höhe und weiteren Aspekten mit den Anforderungen des Brandschutzes wurde in fast allen Landesbauordnungen durch die Einführung der Gebäudeklassen weitgehend aufgehoben. Somit sind im Konzept der Gebäudeklassen verfahrensfreie Vorhaben ebenso wie Sonderbauten als Bauwerke in Gebäudeklasse 1 denkbar.

Einteilung

Die Bauordnungen der Länder kennen fünf Gebäudeklassen.

Bauliche Anlagen, die keine Gebäude sind, werden vom Konzept der Gebäudeklassen nicht erfasst.

Maßgebend für die Einstufung der Gebäudeklasse ist die Erreichbarkeit der obersten Nutzungseinheit, welche durch die Höhe des Fußbodens des obersten möglichen Aufenthaltsraums definiert ist. Während Bauten der Gebäudeklasse 1 bis 3 einfache, leicht zu verlassende Gebäude geringerer Höhe sind, steigt mit der Größe der Nutzungseinheiten und der Höhe der Gebäude auch die Gebäudeklasse.

Die Anforderungen …

Autoren: Ulrich , Simons , Schütze

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