03.03.2017

Gebäudehöhe

Der Kampf mit der Bauordnung

§§ 16, 18 BauNVO

Begriff

Die vertikale Ausrichtung eines Baukörpers wird als Gebäudehöhe bezeichnet. Im Bebauungsplan kann die Höhe baulicher Anlagen aus städtebaulichen, landschaftsräumlichen, klimatischen oder baugestalterischen Gründen festgesetzt sein; bei einer beabsichtigten Staffelung eines Baukörpers kann sogar differenziert auf einzelne Teile der baulichen Anlage eingegangen werden.

In einem qualifizierten Bebauungsplan ist nach § 16 Abs. 3 BauNVO neben der Grundflächenzahl oder der Größe der Grundfläche zwingend auch die Zahl der Vollgeschosse oder die Höhe der baulichen Anlage festzusetzen. Dabei ist die Gebäudehöhe relevant, wenn ohne diese Angabe öffentliche Belange wie das Orts- und Landschaftsbild beeinträchtigt würden.

Die Höhe baulicher Anlagen ergibt sich als Differenz zwischen dem unteren und dem oberen Bezugspunkt, die in Ergänzung zur Höhenangabe im Bebauungsplan ausdrücklich bestimmt werden müssen. Dabei bestehen für den oberen Bezugspunkt unterschiedliche Möglichkeiten.

Oberer Bezugspunkt

  • Traufhöhe (TH)

  • Firsthöhe (FH)

  • Oberkante (OK)

Die Zahl der zulässigen Vollgeschosse ist nicht hinreichend, um die Höhe einer baulichen Anlage festzusetzen, da im Bebauungsplan nur die Anzahl und nicht die Höhe der Vollgeschosse festgesetzt werden kann. Wohngeschosse haben bei einer Mindestraumhöhe von 2,40 m in der Regel nur eine Höhe von ca. 2,75–3 m, Geschosse in Industriebauten können dagegen eine Höhe von 6–8 m haben.

Nur in seltenen Fällen dient die Festsetzung …

Autor: Kunze

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