Fachbeitrag | Beitrag aus „HOAI 2013“ 06.02.2016

Gebäude und Innenräume – Umbau- und Modernisierungszuschlag

Die übergeordnete Regelung zu Leistungen bei Gebäuden ist in § 6 Abs. 2 HOAI formuliert. Demnach kann bei Umbauten und Modernisierungen ein Zuschlag auf das Honorar berechnet werden.

Der Zuschlag berücksichtigt den Schwierigkeitsgrad der Leistung und ist schriftlich zu vereinbaren. Sofern zwischen den Parteien keine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde, gilt ab durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad, gemeint ist ab der Honorarzone III, ein Zuschlag von 20 %.

Ergänzend ist in § 36 Abs. 1 HOAI geregelt, dass für Umbauten und Modernisierungen von Gebäuden bei einem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad ein Zuschlag von bis zu 33 % auf das Honorar schriftlich vereinbart werden kann. Gemäß § 36 Abs. 2 HOAI kann für Umbauten und Modernisierungen von Innenräumen bei einem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad ein Zuschlag von bis zu 50 % auf das Honorar schriftlich vereinbart werden.

Hinweis für die Praxis

Sofern keine schriftliche Vereinbarung über die Höhe des Zuschlags getroffen wurde, ist der Zuschlag auf das Honorar sowohl für Leistungen bei Gebäuden als auch für Leistungen bei Innenräumen auf 20 % festgelegt.

Die Zuschlagsregelung in § 35 HOAI 2009 wurde ersatzlos gestrichen und die Regelung gemäß § 24 HOAI 1996 wieder eingeführt.

Dabei ist ein wesentlicher Unterschied festzustellen: Während gemäß § 24 HOAI 1996 der Zuschlag von 20 % ab durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad nicht unterschritten werden konnte, kann mit der HOAI 2013 auch bei durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad …

Autor: Walter Ziser

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