Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxisleitfaden HOAI“
06.02.2016

Gebäude und Innenräume – Ermittlung der anrechenbaren Kosten

3859 HOAI

In § 4 HOAI wird die Bestimmung der anrechenbaren Kosten allgemein und übergeordnet für alle Leistungsbilder geregelt.

Grundsätzlich sind anrechenbare Kosten auf der Grundlage ortsüblicher Preise zu ermitteln. Sie können nach allgemein anerkannten Regeln der Technik oder nach Verwaltungsvorschriften ermittelt werden. Sofern allgemein anerkannte Regeln der Technik für Kostenermittlungen existieren, was bei Leistungen bei Gebäuden und Innenräumen mit der DIN 276 in der Fassung vom Dezember 2008 (DIN 276-1:2008-12) der Fall ist, ist diese Fassung der DIN für die Bestimmung der anrechenbaren Kosten für Leistungen bei Gebäuden und Innenräumen zugrunde zu legen, da sie ausdrücklich in § 4 Abs. 1 HOAI genannt sind. Dies bedeutet, dass auf die konkrete Bezeichnung der Kostengruppen zu achten ist.

Die Regelung in § 4 Abs. 2 HOAI wurde mit gleichem Wortlaut aus § 10 Abs. 3 HOAI 1996 übernommen. In den genannten Fällen gelten als anrechenbare Kosten ortsübliche Preise, d.h. Preise, die zum Zeitpunkt der Ausführung einer Bauleistung und am Ort der Bauleistung berechnet werden.

Welche Kosten im Einzelnen für Leistungen bei Gebäuden und Innenräumen anrechenbar sind, ist in § 33 HOAI geregelt. Demnach wird differenziert zwischen

  • voll,

  • beschränkt,

  • bedingt und

  • nicht

anrechenbaren Kosten.

Voll anrechenbare Kosten

Voll anrechenbar sind gemäß § 33 Abs. 1 HOAI die Kosten der Baukonstruktion. Gemeint sind die Kosten der Kostengruppe 300 Bauwerk – Baukonstruktionen nach DIN 276-1:2008-12. Voll …

Autor: Walter Ziser 

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