Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxisleitfaden HOAI“
06.02.2016

Gebäude und Innenräume – Änderungsleistungen

3859 HOAI

Architektenleistungen ohne geänderte oder zusätzliche Leistungen sind in der Praxis kaum noch denkbar. Die Ursachen dafür sind vielfältig:

  • Leistungen im Bestand mit Reaktionen auf Unvorhergesehenes

  • baubegleitende Planungen

  • kurze Planungszeiten

  • Zusatzwünsche des Auftraggebers

  • etc.

In der HOAI 1996/2002 wurden Planungsänderungen und damit einhergehende Kostenveränderungen weitgehend über das dreistufige Abrechnungsmodell des § 10 Abs. 2 HOAI 1996 zumindest teilweise ausgeglichen.

Mit der Einführung des Kostenberechnungsmodells in der HOAI 2009, d.h. dem Konzept, wonach der gesamte Honoraranspruch auf der Grundlage der anrechenbaren Kosten aus Kostenberechnung zu ermitteln ist, können Erhöhungen von anrechenbaren Kosten nicht zwingend durch eine Aktualisierung der Kostenberechnung erfasst werden.

Änderungen und Zusatzleistungen der Architekten müssen daher als Zusatzhonorare, die zum Grundleistungshonorar hinzukommen, berechnet werden.

Mögliche Änderungen

Grundsätzlich sind zunächst die in der HOAI geregelten Tatbestände, die Änderungsleistungen betreffen, zu benennen und klarzustellen:

1.:

Im Leistungsbild der Anlage 10 wird innerhalb der Leistungsphase 2 die Grundleistung 2.b) „Erarbeiten der Vorplanung, Untersuchen, Darstellen und Bewerten von Varianten nach gleichen Anforderungen“ aufgeführt. Derartige Arbeitsschritte werden somit als Grundleistungen gewertet, die, soweit im Zuge der Leistungsphase 2 erbracht, mit dem Grundhonorar abgegolten sind und keinen zusätzlichen Honoraranspruch …

Autor: Walter Ziser 

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