Fachbeitrag | Beitrag aus „HOAI 2013“ 06.02.2016

Freianlagen – Umbau- und Modernisierungszuschlag

Begriffsbestimmungen zum Bauen im Bestand bei Freianlagen

Durch die in der HOAI 2013 eingeführten Honorierungstatbestände für das Bauen im Bestand bei Freianlagen treten zunehmend Unsicherheiten in der verordnungskonformen Anwendung auf, obwohl die Sachverhalte gegenüber der HOAI 2009 klarer und sachgerechter geregelt wurden.

Rückblick

In diesem Zusammenhang darf eine freianlagenbezogene Problematik vorangegangener Novellierungen in Erinnerung gerufen werden.

Während bei Bauwerken (Gebäude/Ingenieurbauwerke) die fachliche Befassung mit Planen und Bauen im Bestand seit jeher eine vergütungsfähige Kernleistung darstellte, fehlten entsprechende Regelungen bei den Freianlagen.

Erst anlässlich der 5. HOAI-Novelle 1996 konnte mit Einfügung des § 10 Abs. 3a zumindest auch für die Freianlagen klargestellt werden, dass vorhandene Bausubstanz, sofern diese gestalterisch oder technisch mitverarbeitet wird, grundsätzlich bei den anrechenbaren Kosten zu berücksichtigen sei.

Diese Anrechenbarkeitsregel war für Leistungen bei Freianlagen anzuwenden und wurde entsprechend praktiziert.

Auch den Umbauzuschlag, welcher für alle anderen Objekt- und Fachplanungen in den §§ 24 und 59 a.F. verankert war, gab es bei den Freianlagen nicht.

Sowohl frühere berufsständische Bemühungen (1985/1988) als auch die Vorschläge zum Referentenentwurf zur HOAI 1996 hatte der Bundesrat mit dem Hinweis, dass eine Erhöhung des Honorars bei Umbau von Freianlagen durch höhere Einordnung in die Honorarzonen zu berücksichtigen …

Autor: Fritz Erhard

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