Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxisleitfaden HOAI“
06.02.2016

Freianlagen – Objektüberwachung und Dokumentation

3859 HOAI

Die Kernleistungen der Objektüberwachung umfassen im Wesentlichen

  • das verantwortliche Entstehenlassen

  • einer/s plangerechten, technisch mangelfreien Freianlage/Bauwerks

  • unter Beachtung/Anwendung der Regelungen der VOB und der Werkverträge

  • Abrechnung, Kostenfeststellung und Dokumentation

Fachspezifisch für Freianlagen war wegen der Eigenart der Leistungen und vormals aufgetretener Unklarheiten eine Neuregelung mit ergänzenden Leistungsbildern geboten.

Die Leistungserbringung setzt sich aus den in Anlage 11.1 HOAI aufgelisteten Arbeitsschritten für Grundleistungen zusammen und ist im Einzelfall durch Besondere Leistungen zu ergänzen.

Es ist hervorzuheben, dass der Planer/Landschaftsarchitekt nicht das mängelfreie Werk schuldet – dies ist Obliegenheit der ausführenden Firma – sondern allein das Entstehenlassen desselben.

Im Falle getrennter Beauftragung von Objektüberwachungsleistungen ist auf die korrekte Anwendung des § 8 HOAI „Berechnung des Honorars in besonderen Fällen“, ggf. unter Einschluss eines Umbau- und Modernisierungszuschlags zu achten.

In der Praxis sind diese Bestimmungen von erheblicher Bedeutung, weil die getrennte Vergabe von Planung Phase 1 bis 5 und ausführungsorientierten Leistungen Phase 6 bis 8 sowohl bei Aufträgen der öffentlichen Hand – als Kontrollfunktion in einer gewissen Größenordnung – als auch bei Freianlagenprojekten mit großer räumlicher Entfernung (z.B. Preisträger in Berlin, Objekt in München) durchaus üblich geworden ist.

Hinweise für die Praxis

Autor: Fritz Erhard 

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