03.03.2017

Fliegender Bau

Der Kampf mit der Bauordnung

§ 76 LBauO M-V; FlBauRL M-V; FlBauVV M-V

Begriff

Fliegende Bauten sind nicht ortsgebundene bauliche Anlagen, die dazu geeignet und bestimmt sind, an verschiedenen Orten wiederholt aufgestellt und abgebaut zu werden. Zu den Fliegenden Bauten zählen insbesondere:

Fliegende Bauten

  • Zirkus zelte

  • Festzelte

  • Traglufthallen

  • Bauten für Wanderausstellungen

  • Bauten des Schaustellergeschäfts

  • Fahrgeschäfte

  • mobile Tribünen

Baustelle neinrichtungen und Baugerüste zählen nicht zu den Fliegenden Bauten, ebenso wenig Camping- oder Sanitätszelte und Zelte aller Art mit einer Fläche bis zu 75 m². Auch ortsfeste Fahrgeschäfte in Freizeitparks sind nicht umfasst.

Fliegende Bauten erreichen nach laufender Rechtsprechung nach etwa drei Monaten Standzeit den Status „ortsfester Anlagen“. Dann unterfallen sie den Regelbauordnungen. Beispiele sind Ausstellungszelte für saisonale Nutzungen, Traglufthallen oder auch mobile Geräte an Freiluftspielplätzen oder Buden und Zelte in Biergartenanlagen.

Für Fliegende Bauten gelten besondere rechtliche, statische und konstruktive Anforderungen, die in den bauaufsichtlich eingeführten DIN EN 13782 (Zelte) und 13814 (Fahrgeschäfte; früher: DIN 4112) und in der „Muster-Richtlinie Fliegende Bauten“ (M-FlBauR) mit Verwaltungsvorschriften sowie den Landesbauordnungen festgeschrieben sind.

Technische Bestimmungen und Regelwerke

  • DIN 4134 (Tragluftbauten)

  • DIN EN 13782 (Fliegende Bauten – Zelte – Sicherheit)

  • DIN EN 13814 (Fliegende Bauten und Anlagen für Veranstaltungsplätze und …

Autor: Ulrich

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