Fachbeitrag | Beitrag aus „Brandschutz im Bild“
08.06.2016

Ferienwohnungen

3745 Brandschutz

Begriffsdefinition

Ferienwohnungen dienen der kurzzeitigen Unterbringung von Personen, die nicht ihren ständigen Wohnsitz an dem Platz der Ferienwohnung haben. Vereinfacht ausgedrückt: Urlauber, Monteure oder Geschäftsreisende, die sich nur temporär in der Wohnung aufhalten und keine Ortskunde in dem Umfeld haben. Die Aufenthaltszeit kann von einem Tag bis zu mehreren Wochen gehen. Das typische an einer Ferienwohnung sind auch die häufig wechselnden Nutzer. Ferienwohnungen sind im Gegensatz zu Hotelzimmern aber meist mit Kochgelegenheiten ausgestattet und können Platz für mehr als zwei Personen bieten. Baurechtlich stellt sich die Frage, wann eine Ferienwohnung zum Wohnheim wird. Reicht die mehrtägige Anwesenheit von teilweise bis zu 15 Personen in verschiedenen Zimmern einer Nutzungseinheit Ferienwohnung aus, oder muss schon eine typische Wohnheimsituation bestehen mit zahlreichen Einzelzimmern, die die gleichen Gemeinschaftseinrichtungen nutzen?

Rechtsgrundlage

Grundlage der Beurteilung von Beherbergungsbetrieben ist die Muster-Verordnung über den Bau und Betrieb von Beherbergungsstätten(Muster-Beherbergungsstättenverordnung – MBeVO ) in der Fassung von Dezember 2000. Der Geltungsbereich ist in § 1 festgelegt:

§ 1 Anwendungsbereich

Die Vorschriften dieser Verordnung gelten für Beherbergungsstätten mit mehr als 12 Gastbetten.

Eine Grundlage zur Beurteilung von Ferienwohnungen ist derzeit nicht existent. In § 2 Begriffe ist aber erwähnt:

(1) Beherbergungsstätten sind Gebäude oder …

Autor: Frieder Kircher 

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