01.12.2016

Ermittlung der wärmeübertragenden Umfassungsfläche A

Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016

Bestimmung der Systemgrenze, Bauteilabgrenzung

Die Bezugsmaße zur Ermittlung der wärmeübertragenden Umfassungsfläche (Hüllfläche) sind in der EnEV 2014 für Wohngebäude in Anlage 1 Nr. 1.3.1 definiert, für Nichtwohngebäude in Anlage 2 Nr. 1.2. In beiden Fällen wird auf DIN 18599-1, Abschnitt 8 verwiesen (hier wiederum auf DIN EN ISO 13789:2008-4, Anhang B).

Systemgrenze

In Abschnitt 3 der DIN 4108-6 wird die Systemgrenze definiert als die „gesamte Außenoberfläche des Gebäudes bzw. der beheizten Zone eines Gebäudes, über die der Heizwärmebedarf mit einer bestimmten Innentemperatur ermittelt wird. Darin sind inbegriffen alle Räume, die direkt oder indirekt durch Raumverbund (wie z.B. Hausflure oder Dielen) beheizt werden. Räume, die bestimmungsgemäß nicht zur Beheizung vorgesehen sind, liegen außerhalb der Systemgrenze.“

Im Heizperioden- und Monatsbilanzverfahren (Abschnitt 5, DIN 4108-6) wird nicht zwischen horizontalen und vertikalen Bezugsmaßen unterschieden. Hier sind pauschal „Hüllfläche und Bruttovolumen aufgrund der Systemgrenzen des Gebäudes mit Hilfe von Außenmaßen“ zu ermitteln.

Grundsätzlich gelten für Wohn- und Nichtwohngebäude gleichermaßen die in DIN 18599-1, Abschnitt 8 beschriebenen Regeln für die Bestimmung der Systemgrenze im Grundriss und im Schnitt. Für Nichtwohngebäude muss zusätzlich zur Hüllfläche die Bilanzgrenze zwischen unterschiedlich konditionierten Zonen bestimmt werden:

Bezugsmaße für die Hüllflächenermittlung im Grundriss

Horizontale Bezugsmaße

Autor: Christiane Müller

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