Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxisleitfaden HOAI“
06.02.2016

Ermittlung der Honorarzonen

3859 HOAI

Wie auch in der HOAI 2009 sind in § 5 HOAI allgemeine Regelungen zur Ermittlung der Honorarzonen enthalten. Während § 2 Nr. 15 HOAI 2009 noch eine Definition der Honorarzone vorgab, ist dies in § 2 HOAI 2013 nicht mehr der Fall. Die Begriffsbestimmung der „Honorarzone“ wurde als entbehrlich angesehen, da § 5 HOAI nunmehr konkretisiert wurde. Nichtsdestotrotz stellen die Honorarzonen weiterhin den Schwierigkeitsgrad eines Objekts oder einer Flächenplanung dar.

Die Honorarzone gehört zu den vier Eckpfeilern der Honorarermittlung. Denn nach § 6 Abs. 1 HOAI richtet sich das Honorar für Grundleistungen nach den anrechenbaren Kosten bzw. bei der Flächenplanung nach der Größe der Fläche, dem Leistungsbild, der Honorarzone und nach der jeweils dazugehörenden Honorartafel. Eine dem Projekt entsprechende Ermittlung der Honorarzone ist daher sehr wichtig.

Für die Einordnung in die zutreffende Honorarzone kommt es auf eine objektive Beurteilung der für die Bewertung maßgeblichen Kriterien an (BGH, Urteil vom 13.11.2003, VII ZR 362/02, BauR 2004, 354). Eine Vereinbarung beispielsweise einer zu niedrigen Honorarzone, die zu einer Unterschreitung der Mindestsätze der in Betracht kommenden zutreffenden Honorarzone führt, ist im Regelfall nicht wirksam (BGH, a.a.O.).

Die Honorarzonen bei der Objekt- und Tragwerksplanung

Gemäß § 5 Abs. 1 HOAI kann die Objekt- und Tragwerksplanung fünf Honorarzonen zugeordnet werden. Diese sind:

  1. Honorarzone I: sehr geringe Planungsanforderungen

  2. Honorarzone II: …

Autor: Bettina Meyn 

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