Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxisleitfaden HOAI“
06.02.2016

Ermittlung der anrechenbaren Kosten

3859 HOAI

Die Ermittlung der anrechenbaren Kosten ist ein unerlässliches Instrument zur Berechnung des Architekten- und Ingenieurhonorars. Allgemeine Regelungen für alle Leistungsbilder zur Ermittlung der anrechenbaren Kosten finden sich in §§ 4, 6 HOAI.

Wie auch in der Fassung der HOAI aus dem Jahr 2009, regelt § 4 Abs. 1 HOAI, dass anrechenbare Kosten Teil der Kosten für die Herstellung, den Umbau, die Modernisierung, Instandhaltung oder Instandsetzung von Objekten sowie für die damit zusammenhängenden Aufwendungen sind. Nach dieser Definition sind daher nicht die Gesamtkosten für die Berechnung des Honorars maßgeblich, sondern nur ein gewisser Teil hiervon inklusive der Aufwendungen, die im Rahmen des Projekts gemacht wurden. Welche Kosten dies in den Leistungsbildern der Objekt- und Fachplanung sind, wird in den jeweiligen Abschnitten gesondert geregelt.

Prüfungsmaßstab: allgemein anerkannte Regeln der Technik

Die anrechenbaren Kosten sind in den meisten Fällen nach allgemein anerkannten Regeln der Technik zu ermitteln, § 4 Abs. 1 S. 2 HOAI. Während in der HOAI 2009 noch von „fachlich“ anerkannten Regeln der Technik die Rede war, hat man aus Gründen des allgemeinen Sprachgebrauchs diese Formulierung nun weggelassen. So ist auch die noch in § 2 Nr. 12 HOAI 2009 aufgeführte Definition der „fachlich anerkannten Regeln der Technik“ weggefallen. Denn eine Festlegung der Anforderungen, die an eine Definition der „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ zu stellen sind, erfolgt durch …

Autor: Bettina Meyn 

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