11.04.2016

Erläuterungen und Beispiele zur DIN 1946-6

Einführung

Die Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dazu zählt auch die Forderung der zuletzt im Mai 2014 novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), die Gebäudehülle bei zu errichtenden Gebäuden dauerhaft luftundurchlässig auszuführen. Diese Forderung, die zwar aus energetischen Aspekten notwendig ist (Verringerung der Lüftungswärmeverluste), birgt jedoch das Risiko, dass bei nicht ausreichendem Lüften die Gefahr von Feuchteschäden und Schimmelpilzwachstum besteht. Aus diesem Grund fordert die EnEV bisher, dass ein zum Zweck der Gesundheit und Beheizung erforderlicher Mindestluftwechsel sichergestellt sein muss. Konkrete Angaben und Maßnahmen, wie dieser Mindestluftwechsel erreicht und dauerhaft gewährleistet werden kann, fehlen in der EnEV jedoch.

Hier setzt die DIN 1946-6 (Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen) an, die seit Mai 2009 als Weißdruck vorliegt. Diese Norm gibt zumindest für Wohngebäude Antworten auf diese Fragestellung. Die DIN 1946-6 definiert einen zum Zweck des Feuchteschutzes erforderlichen Luftvolumenstrom, bei dessen Einhaltung kein Risiko des Schimmelpilzwachstums besteht. Weiterhin fordert die Norm für zu errichtende Gebäude sowie für zu modernisierende Gebäude mit lüftungstechnisch relevanten Änderungen die Erstellung eines Lüftungskonzepts.

Bei bestehenden Gebäuden liegt eine lüftungstechnisch relevante Änderung dann vor, wenn mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster …

Autor: Peter Schmidt

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