Fachbeitrag | Beitrag aus „Bauantrag leicht gemacht - Regionalausgabe Ost“
25.03.2016

Erläuterung zum Kriterienkatalog nach Anlage 2 BauVorlVO M-V

Bauantrag leicht gemacht

zu Kriterium 1:

„Eindeutig” sind die Baugrundverhältnisse, wenn am Standort zweifelsfrei einfache und einheitliche Baugrundverhältnisse vorhanden sind und die Beurteilung der Tragfähigkeit des Baugrundes aufgrund gesicherter Erfahrungen erfolgen kann.

„Eindeutige” Baugrundverhältnisse können andernfalls nur dann als gegeben angenommen werden, wenn für den Standsicherheitsnachweis ein geotechnischer Untersuchungsbericht (Baugrundgutachten) vorliegt, der die relevanten Angaben (z. B. zulässige Sohlpressungen, Angaben zu Setzungen, Angaben zum Grundwasser, Angaben zur Baugrubensicherung, bodenmechanische Kennwerte) enthält.

Unter „üblicher Flachgründung entsprechend DIN 1054: 2005-01” sind Gründungen auf Einzel- und Streifenfundamenten zu verstehen, die unter Annahme einer linearen Sohldruckverteilung berechnet und mit zulässigen Sohlpressungen nach DIN 1054 nachgewiesen werden dürfen (die Anforderungen nach DIN 1054: 2005-01 / 7. 7. 1 (1) werden erfüllt).

Ebenso zählen Gründungsplatten in einfachen Fällen hierunter (Linienlasten bis 100 kN/m; überwiegend einachsige Tragwirkung).

„Setzungsempfindlicher Baugrund” ist in dem Sinne zu verstehen, dass Setzungsbeträge zu erwarten sind, die aufgrund der Baugrundbeschaffenheit oder der mechanischen Eigenschaften der Tragkonstruktion einen maßgeblichen Einfluss auf die Standsicherheit des Tragwerkes haben.

Beispiele für Fälle, bei denen Kriterium 1 nicht erfüllt ist:

  • Tief- und Pfahlgründungen; pfahlähnliche Gründungselemente (z. B. Betonrüttelsäulen,…

Autor: WEKA Redaktion 

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