01.12.2016

EnEV bei denkmalgeschützten Gebäuden

Auch für Gebäude, die in einer Denkmalschutzliste geführt sind bzw. den Vorgaben der Länder für Baudenkmäler entsprechen, gelten grundsätzlich die Anforderungen der EnEV. Betroffen davon sind gemäß § 24 auch Gebäude mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz. Jedoch sind einzelne Abweichungen bzw. Ausnahmen in der EnEV beschrieben, die im Verlauf einer Baumaßnahme an einem Baudenkmal zu berücksichtigen sind. Erreicht werden sollen dadurch gute Kompromisse zwischen den Zielen der EnEV und dem Denkmalschutz, sowohl im Hinblick auf die äußere Erscheinung als auch in der Anlagentechnik dieser Gebäude. Gleichzeitig soll ein denkmalschädlicher Sanierungsdruck vermieden werden.

Ausnahmen von den allgemeinen Festsetzungen der EnEV

Ausweispflicht

Für Baudenkmäler besteht keine Ausweispflicht im Falle von Vermietung, Verkauf oder Verpachtung. Unter Denkmalschutz stehende Gebäude mit starkem öffentlichem Publikumsverkehr, z.B. Behörden, sind ebenfalls von der Aushangpflicht befreit.

Gebäudemehrheiten

Eine Besonderheit stellen Gebäude und Gebäudemehrheiten in einem räumlichen Zusammenhang dar. Grundsätzlich gelten für alle Gebäude in diesem Ensemble die Befreiungen und Ausnahmen gemäß der EnEV. Somit kann auch ein nicht denkmalgeschütztes Gebäude allein wegen seiner Lage zum Denkmal werden, d.h., es muss nicht gleichzeitig auch als Einzeldenkmal anerkannt sein. Gleichwohl finden sich naturgemäß auch Einzeldenkmale innerhalb eines geschützten Ensembles.

Zu beachten ist, dass dieser Ensembleschutz …

Autor: Wilfriede Renate Schamoni (Dipl.-Ing. Architektin)

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