01.12.2016

Einzelöfen und ihre Brennstoffe

Im Gegensatz zu Heizkesseln, die gebäude- oder wohnungszentral aufgestellt sind und die Wärme über ein Verteilnetz an Heizkörper oder Flächenheizungen abgeben, heizen Einzelöfen nur direkt den Raum, in dem sie aufgestellt sind. Das Verteilnetz und die damit verbundenen Wärmeverluste fallen entsprechend weg. Die Wärmeabgabe an den Raum erfolgt (bis auf Elektroheizungen) zu einem relativ großen Anteil über Strahlungswärme.

Bei Einzelöfen muss systemisch unterschieden werden zwischen reinen Zusatzheizungen, wie es bei vielen Kamin- oder Kachelöfen der Fall ist, die zusätzlich zu einem zentralen Heizungssystem in erster Linie aus Behaglichkeitsgründen installiert werden, und Hauptheizungen, die im Raum die einzige Wärmequelle darstellen.

Letztere sind vor allem noch in unsanierten Altbauten anzutreffen und wurden ausschließlich verbaut, bevor sich ab den 1950er-Jahren zunehmend (auch in Einfamilienhäusern) Zentralheizungen etablierten.

Bei Einzelöfen im Bestand handelt es sich deshalb durchwegs um alte Geräte, die zwar die Vorgaben der 1. BImSchV einhalten müssen, jedoch nicht mehr den aktuellen Anforderungen an energieeffiziente Anlagentechnik entsprechen. So sind z.B. für Wärmeerzeuger unter 4 kW Leistung in der 1. BImSchV keine Anforderungen an die Abgasverluste festgelegt. Auch in der EnEV gibt es für Heizkessel unter 4 kW Leistung keine Nachrüstverpflichtungen o.Ä.

Bild 1: Ölofen im Gebäudebestand

Anders sieht es bei modernen Feuerungsanlagen aus, die hauptsächlich als Zusatzheizungen …

Autor: David Gärtner

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