03.03.2017

Einzelhandelsbetrieb

Der Kampf mit der Bauordnung

§§ 2–11 BauNVO

Einzelhandelserlass; Muster-Verkaufsstättenverordnung

Begriff

Der Handel nimmt traditionell im Städtebau und in der Stadtentwicklung einen sehr großen Stellenwert ein, indem er eine besondere Bedeutung für die Stadtstruktur und die Stadtgestalt hat und auf den öffentlichen Raum wirkt. Ferner löst er Verkehrsströme aus und hat Einfluss auf den Erhalt der Stadtstruktur. Der Einzelhandel dient der örtlichen und der überörtlichen Versorgung.

Der Strukturwandel im Einzelhandel hat vor dem Hintergrund handelswirtschaftlicher Kennziffern (Personalleistung, Flächenproduktivität, Rohertrag/Handelsspanne, Betriebskosten) durch Filialisierung, Entstehung von Großstrukturen, Verbreitung von Fachmärkten und Entstehung neuer Betriebs- und Handelsformen zu einer Veränderung der traditionellen Handelsstandorte geführt. Der traditionelle Fachhandel, die Kauf- und Warenhäuser, die Supermärkte als traditionelle Lebensmitteleinzelhandelsbetriebe und der sonstige Einzelhandel im engeren Sinne sind seit Jahren von Umsatzrückgängen betroffen, während preisaggressive Verkaufsformen starke Umsatzzuwächse verzeichnen. An der Spitze stehen E-Commerce-Unternehmen, gefolgt von Lebensmitteldiscountern und Fachmärkten. Erstere haben jedoch aufgrund ihrer Vertriebsform als rein gewerbliche Lager– oder Umschlagbetriebe in bauplanungsrechtlicher Hinsicht keine messbare Bedeutung für die räumlich abgrenzbaren zentralen Versorgungsbereiche einer Gemeinde.

Shoppingcenter und Einkaufszentren boomen. …

Autoren: Simons , Kunze , Schütze

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