Fachbeitrag | VOB/BGB
04.06.2015

Die häufigsten Fehler beim Bauvertragsabschluss – Die Rangfolge der Vertragsgrundlagen

Ein schlechter Bauvertrag gefährdet den Erfolg eines Bauvorhabens. Beim Abschluss eines Bauvertrags gemachte Fehler lassen sich in aller Regel nachträglich nicht mehr korrigieren

Vetragsgrundlagen Bau® Gajus /​ istock /​ thinkstock

Auftraggeber tendieren dazu, möglichst alle vorhandenen technischen Unterlagen zur Vertragsgrundlage zu erklären. In der entsprechenden Passage des Bauvertrags werden neben einer Baubeschreibung auch Pläne, ein Leistungsverzeichnis, Angebote des Auftragnehmers, die Baugenehmigung, Protokolle, Grundrisse, Ansichtszeichnungen, Materiallisten und vieles mehr genannt.

Da die Planung eines Bauvorhabens häufig ein hoch komplexer Vorgang ist, lassen sich Widersprüche in den einzelnen Vertragsgrundlagen nicht immer vermeiden. Das spricht dafür, die Anzahl der dem Vertrag zugrunde gelegten Unterlagen möglichst gering zu halten. Vor allem aber bedarf es einer eindeutigen Regelung, in welchem Verhältnis die einzelnen Vertragsunterlagen zueinander stehen, insbesondere welche Unterlage im Fall von Widersprüchen vorgehen.

Allgemeine Aussagen darüber, in welcher Reihenfolge verschiedene Vertragsgrundlagen vereinbart werden sollen, sind nicht möglich. Es kommt stets auf den Einzelfall an. Der Auftraggeber muss sich schlichtweg Gedanken darüber machen, welche Unterlage für ihn welche Bedeutung hat, und darauf basierend eine Rangfolge entwickeln.

 

Autor: Markus Fiedler 

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