03.06.2015

Die häufigsten Fehler beim Bauvertragsabschluss – Das Bausoll wird nicht klar definiert

Der Bauvertrag ist das „Grundgesetz“ der Bauvertragsparteien. Er legt die grundsätzlichen Regeln der Zusammenarbeit fest. Beim Abschluss eines Bauvertrags gemachte Fehler lassen sich in aller Regel nachträglich nicht mehr korrigieren. Ein schlechter Bauvertrag gefährdet den Erfolg eines Bauvorhabens.

Bausoll

Folgenden Fehler sollten Sie vermeiden:

Das Bausoll wird nicht klar definiert

Die Erfahrung zeigt, dass im Rahmen des Abschlusses eines Bauvertrags in keinem Bereich so viele folgenschwere Fehler gemacht werden wie bei der Definition des Bausolls. Läuft hier etwas falsch, so führt dies auf der Baustelle nicht nur zu finanziellen Streitigkeiten, sondern vor allem auch zu einer Verzögerung der Fertigstellung. Denn Lücken und Unrichtigkeiten beim Bausoll führen zu zeitraubenden und häufig teuren Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

Deshalb sollte sich der Auftraggeber bei der Definition des Bausolls Zeit nehmen und klare Regelungen treffen. Eine klare Definition des Bausolls führt in aller Regel zur Vermeidung von Streitfällen und spart so Geld und Zeit.

Eine klare Regelung des Bausolls ist nicht unbedingt mit einer detaillierten Regelung gleichzusetzen. Das Bausoll kann auch dann eindeutig sein, wenn die auszuführende Bauleistung zwar nicht detailliert, aber doch eindeutig funktional beschrieben ist.

 

Autor: Markus Fiedler (Rechtsanwalt)