Fachbeitrag | Beitrag aus „Musterverträge und -briefe nach HOAI 2013 und VOB“ 23.03.2016

Der Architekt in der Abwicklungssituation

Von entscheidender Bedeutung ist unter vielerlei Gesichtspunkten im Rahmen der Abwicklung des Architektenvertrages die phasenweise Abarbeitung der einzelnen Leistungsphasen. Jedenfalls zwischen den Leistungsphasen 1, 2, 3 und 4 müssen deutlich erkennbare Zäsuren gemacht werden. In diesen Phasen bereits zu einer überlappenden Vorgehensweise (Phasenüberlappung) überzugehen, wie das häufig im Rahmen der Phasen 4 und 5 oder 6 praktiziert wird, sollte auf jeden Fall vermieden werden.

  1. Bedeutung: Die Beachtung der Zäsuren zwischen den Lph. 1, 2, 3 und 4 ist vor allem für die Honorierung von Bedeutung. Wiederholte Grundleistungen oder Leistungsänderungen und das damit aus § 10 HOAI (2013) ableitbare Honorar lassen sich nur darstellen, wenn die fragliche Leistung bereits erbracht, also abgeschlossen ist. Wenn im Einzelnen diesbezüglich in Literatur und Rechtsprechung auch Unsicherheiten bestehen, bieten die Arbeitsschrittbeschreibungen in den Lph. 1, 2 und 3 diesbezüglich eine eindeutige Hilfestellung.

  2. Die Leistungsphasen 1, 2 und 3 sind erst dann zielsicher und nachweisbar abgeschlossen, wenn der dort jeweils genannte letzte Arbeitsschritt „Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse“ erbracht ist.

  3. Dokumentationsgebot: Dieser letzte Arbeitsschritt ist zu dokumentieren und zwar in einer präzisen schriftlichen Darstellung einschließlich erstellter Fotos, Plänen und Leistungen beratender Ingenieure. Dabei werden die sachlichen Anforderungen durch den Inhalt der …

Autor: Prof. Motzke

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