01.12.2016

Deckenheizungssysteme

Analog zu Fußboden- bzw. Wandheizungssystemen eignen sich prinzipiell auch Deckenflächen als Flächenheizung für die Wärmeübertragung an den Raum. Die Wärmeabgabe erfolgt hierbei ebenfalls rein als Strahlungswärme. Deckenheizungssysteme sollten allerdings nur dann vorgesehen werden, wenn keine großen Heizlasten abgedeckt werden müssen oder keine allzu großen Anforderungen an die Behaglichkeit gestellt werden. Der Grund hierfür ist die sich einstellende Temperaturschichtung im Raum. Da warme Luft nach oben steigt, ist die Lufttemperatur unter der Decke am höchsten, wohingegen sie im Fußbodenbereich am niedrigsten ist.

Dieser Effekt wird verstärkt, wenn die sich an Außenwand- oder vor allem Fensterflächen abkühlende Luft ebenfalls zum Boden sinkt und dort einen „Kältesee“ bildet. Dieser „Kältesee“ wird vor allem bei geringer körperlicher Aktivität im Raum, z.B. bei Wohn- oder Büronutzung, schnell als unbehaglich empfunden, da die Extremitäten, vor allem die Füße, bei sitzender Tätigkeit weniger durchblutet werden und dadurch schneller auskühlen. Dieses Temperaturgefälle kann von Deckenheizungssystemen nicht optimal ausgeglichen werden, weshalb sie z.B. im Wohnungsbau kaum zum Einsatz kommen.

Deckenheizungssystem als Kühlung

Interessant sind diese Systeme allerdings, wenn das Gebäude eher einen Wärmeüberschuss aufweist und deshalb gekühlt werden muss. In diesen Fällen dient das Deckenheizungssystem hauptsächlich als Kühlung und übernimmt in der Heizperiode auch die Beheizung des …

Autor: David Gärtner

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