01.12.2016

Dämmung auf ungedämmter Betondecke

1 Kalkgipsputz2 Stahlbetondecke

Bild 1: Obergeschossdecke, unsaniert – Betondecke, ungedämmt

 

1 Hartfaserplatte2 Polystyrol-Dämmplatte3 Stahlbetondecke4 Kalkgipsputz

Bild 2: Sanierter Zustand – Obergeschossdecke – Wärmedämmung auf Betondecke

Tabelle 1: Schichtaufbau (von innen nach außen)

Baustoffbeschreibung

Trockenrohdichte ? [kg/m3]

Wärmeleitfähigkeit(Rechenwert)? [W/(mK)]

Diffusionswiderstandszahl? [–]

Spezifische Wärmekapazitätc [Wh/(kgK)]

Kalkgipsputz

1.400

0,7

10

0,23

Beton

2.400

2,1

70/100

0,28

PS-Hartschaum

15

0,04

40

0,41

Hartfaserplatte

700

0,17

20

0,58

U-Wert [W/(m2K)]

0,19

Tauwasserausfall [g/m2]

keiner bei obigem Schichtaufbau (nach DIN 4108-5)

Ausgangszustand

Massive Ortbetondecken (vor Ort betoniert im Gegensatz zu Fertigteildecken) wurden bei Einfamilienhäusern der Baualtersklasse von 1957 bis 1968 in der Regel ohne Wärmedämmung ausgeführt. Der U-Wert beträgt 3,25 W/(m2K). Zur Erzielung ausreichender Behaglichkeit ist somit ein großer Heizaufwand erforderlich. Bei einer relativen Feuchte der Raumluft ab 45 % besteht die Gefahr der Bildung von Tauwasser an der inneren Deckenoberfläche. Nach Einbau dicht schließender Fenster ist das Risiko einer Schimmelpilzbildung in den darunterliegenden Räumen stark erhöht. Abhilfe schafft die zusätzliche Dämmung der Betondecke.

Seit Einführung der EnEV 2014 ist eine der sog. „verpflichtenden“ Maßnahmen für Vermieter: begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume (der „klassische“ Speicher) sind gemäß …

Autor: Wilfriede Renate Schamoni (Dipl.-Ing. Architektin)

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