01.12.2016

Dächer im Neubau

Steildächer

Steildächer werden heute vorwiegend mit einem voll gedämmten und diffusionsoffenen Aufbau ausgeführt. Der Verzicht auf eine Belüftung hat in erster Linie ökonomische und ökologische Ursachen (kein chemischer Holzschutz erforderlich). Die feuchteregulierende Wirkung der Belüftung muss allerdings durch andere Maßnahmen ersetzt werden, um längerfristig die Schadensfreiheit und damit die Standsicherheit des Holztragwerks nicht zu gefährden.

Eine funktionstüchtige Konstruktion zeichnet sich deshalb durch eine ausgeglichene Feuchtebilanz aus. Das bedeutet, der Wassergehalt darf bestimmte Grenzwerte nicht übersteigen und das Austrocknungspotenzial muss innerhalb eines Jahres größer sein als das Befeuchtungspotenzial. Diese Erkenntnis liegt bereits dem Norm-Berechnungsverfahren nach Glaser in der DIN 4108 zugrunde. Der Nachweis der Tauwasserfreiheit ist für die Schadensfreiheit der Dachkonstruktion unabdingbar.

Zur richtigen Auslegung und Interpretation der derzeit gültigen Normen und Richtlinien zum Wärme- und Feuchteschutz ist das Verständnis des instationären klimabedingten Temperatur- und Feuchteverhaltens von Dächern unabdingbar. Im Folgenden werden, ausgehend vom Überblick über unterschiedliche Konstruktionsvarianten, die unterschiedlichen Klimawirkungen bei Dächern genauer analysiert und Empfehlungen für die Praxis gegeben.

Zur Beschreibung von Dächern gibt es eine Reihe begrifflicher Unterscheidungen, die in Tabelle 1 zusammengefasst sind. Die hier behandelten Ausführungen …

Autor: Dipl. Ing. Architektin Franziska Pietryas

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