Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Bauleitung und Objektüberwachung - jetzt nach VOB 2016!“
12.05.2016

Brandschutz: 4. Mängel-Überwachung

Das nachfolgende Kapitel gibt einen Überblick über die Mängelschwerpunkte im Brandschutz und verschafft die notwendige Lösungskompetenz.

Regelungen zu Abständen von Abschottungssystemen

Gemäß den bauordnungsrechtlichen Vorgaben müssen raumtrennende Bauteile öffnungslos ausgeführt werden. Werden dennoch, z.B. durch Decken oder Wände, TGA-Installationen durch diese raumabschließenden Bauteile hindurchgeführt, so darf die raumschließende Wirkung des Bauteils nicht verloren gehen. Die Durchbrüche müssen entsprechend dem Feuerwiderstand der Wand bzw. der Decke abgeschottet werden.

Für die Angabe der Abstände zwischen einzelnen abgeschotteten Durchbrüchen wird zwischen identischen Abschottungen und unterschiedlichen Abschottungen unterschieden.

Während die Zulassungen bzw. Prüfzeugnisse von Kabel- bzw. Rohrabschottungen Abstandsregelungen für die Abstände zwischen identischen Abschottungssystemen vergeben, bleibt der Mindestabstand zwischen fremden Abschottungen in Verwendbarkeitsnachweisen, die vor 2013 ausgestellt bzw. verlängert wurden, unberücksichtigt (fremd sind Abschottungen, sobald sie eine andere Nummer bei den Verwendbarkeitsnachweisen (abZ/abP) aufweisen). In diesen Fällen ist die MLAR (Muster-Leitungsanlagenrichtlinie) anzuwenden, welche einen Mindestabstand von 5 cm vorgibt.

In der Praxis hat sich die Abstandsregelung aus der MLAR mit mindestens 5 cm insbesondere bei der Durchbruchsplanung in Trockenbauwänden als schwer umsetzbar erwiesen. Um eine Trockenbauwand fachgerecht …

Autor: Sebastian Wiederer

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