03.03.2017

Brandabschnitt

Der Kampf mit der Bauordnung

Begriff

Ausgedehnte Gebäude sind aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes in horizontale und vertikale Brandabschnitte aufzuteilen. Die vertikale Begrenzung erfolgt durch Wände (Brand- oder Trennwände), die horizontale durch Decken .

Durch diese Brandabschnitte wird erreicht, dass Feuer und Rauch nicht das gesamte Gebäude erfassen, sondern auf den Brandabschnitt beschränkt bleiben und dort wirkungsvoll bekämpft werden können.

Je nach Lage des Gebäudes auf dem Grundstück können sich die Begrenzungen von Brandabschnitten nur im Gebäudeinneren oder auch an den Fassaden manifestieren. Brandabschnitte korrespondieren sinnvollerweise oft mit Nutzungseinheiten .

Erfordernis

Brandabschnitte sind in allen Gebäuden im Abstand von höchstens 40 m zu bilden; damit beträgt die höchstzulässige Brandabschnittsgröße 1.600 m², größere Abstände können jedoch zugelassen werden, wenn die Nutzung des Gebäudes es erfordert und Bedenken wegen des Brandschutzes nicht bestehen (§ 30 Abs. 2 BremLBO).

Die Bildung von Brandabschnitten ist somit in allen größeren Gebäuden erforderlich. Spezielle Regelungen mit auch kleineren Abschnittsgrößen sind in den jeweiligen landesrechtlichen Sonderbauverordnungen insbesondere für Versammlungsstätten , Verkaufsstätten , Beherbergungsstätten , Krankenhäuser , Schulen und Hochhäuser zu finden.

Bei einigen Sonderbauten sind aus Gründen der Funktionalität größere Brandabschnittsgrößen erforderlich. Dies gilt insbesondere für Großgaragen, die in Rauchabschnitte, sowie für

Autoren: Ulrich , Simons , Schütze

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