01.12.2016

Luftdichtheit: Blower-Door-Messung

Mit dem Messverfahren „Blower-Door“ werden Luftdichtheitsmessungen an Gebäuden durchgeführt, d.h., es wird die Luftdichtheit des Gebäudes überprüft. Im Zuge der Energieeinsparverordnung (EnEV) gilt diese Messung als Nachweis der Dichtheit von Gebäuden oder auch als Dichtheitsprüfung.

Nach der EnEV 2014 sind zu errichtende Gebäude (Neubau) so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen, nach den anerkannten Regeln der Technik, dauerhaft luftundurchlässig ist. Demnach werden Anforderungen sowohl an die Dichtheit der Gebäudehülle insgesamt, d.h. die wärmeübertragende Umfassungsfläche, als auch an die Dichtheit von Fugen, wobei hier Fugen von Fenstern, Fenstertüren und Dachflächenfenstern gemeint sind, gestellt.

Hinweis für die Praxis

Gemäß EnEV 2014 ist die Durchführung einer Dichtheitsprüfung jedoch nicht verpflichtend.

Wird eine Dichtheitsprüfung (z.B. Blower-Door-Messung) durchgeführt, so dürfen nach Überprüfung der Luftdichtheit die Werte, die nach DIN EN 13829 gemessen wurden, bei der Berechnung nach EnEV entsprechend angesetzt werden. Dabei gilt es, gewisse Höchstwerte nicht zu überschreiten. Der nach DIN EN 13829 gemessene Volumenstrom darf bei einer Druckdifferenz von 50 Pa zwischen innen und außen, bezogen auf das beheizte oder gekühlte Luftvolumen bei Gebäuden, die nachfolgenden Anforderungen nicht überschreiten:

  • n50 ≤ 3,0 h–1 bei Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlage

  • n50 ≤ 1,5 h–1 bei Gebäuden mit raumlufttechnischer Anlage

Autor: Heike Kempf

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