Fachbeitrag | Beitrag aus „Brandschutz im Bild“
08.06.2016

Beton

Eigenschaften

Beton, Stahlbeton und Spannbeton gehören nach DIN 4102-4 zu der Baustoffklasse A1. Beton nach DIN 1045 besteht aus Zuschlägen, Bindemitteln und Wasser, Stahl- und Spannbeton enthalten noch Beton- und Spannstähle zur Übernahme der Zugspannungen. Betonzusatzstoffe und -zusatzmittel beeinflussen bestimmte Eigenschaften wie Verarbeitbarkeit, Erhärtung oder Farbgestaltung. Infolge ihrer geringen Menge haben sie meist jedoch keinen Einfluss auf die brandschutztechnischen Eigenschaften. Als kritische Temperatur für Beton wird im Bereich der Gebrauchslasten ein Wert von über 700 °C betrachtet. Im Gegensatz zu Stahl wird diese Temperatur infolge des geringeren Wärmeleitvermögens unter gleicher Brandbeanspruchung deutlich später erreicht. Dies führt bei Beachtung der Konstruktionsregeln von DIN 4102-4 zu deutlich höheren Feuerwiderstandsklassen als bei Stahl. Nach Kordina findet das Versagen von brandbeanspruchten Stahlbetonbauteilen nach folgenden Arten statt:

Bild 1: Stahlbetonbauteile können unter Brandbelastung auf verschiedene Arten versagen (Übersicht nach Kordina: Beton-Brandschutz-Handbuch)

Anwendungsbedingungen

Das Versagen von Betonbauteilen ist wesentlich von der kritischen Temperatur des Beton- bzw. Spannstahles abhängig. Die Tcrit der verschiedenen Stahlsorten schwanken zwischen T > 575 und T > 375 °C. In den Tabellenwerten der DIN 4102-4 wird in Verwendung von Betonstahl nach DIN 1045 ein Wert von Tcrit > 500 °C angenommen und daraus die notwendigen Betonüberdeckungen …

Autor: kA

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